In anderthalb Wochen endet mit dem Halbmarathon in Gütersloh das NW-Gesundheitsprogramm „Lauf geht’s!“. Bei einem Vortrag in Bielefeld gab es letzte wichtige Tipps für den Endspurt.

In diesem Jahr ist alles anders. Doch trotz aller Einschränkungen durch die Corona-Pandemie steuert das NW-Gesundheitsprogramm „Lauf geht’s!“ auf die Zielgerade zu. In der Neuen Schmiede in Bielefeld haben Projekt-Initiator Wolfgang Grandjean und die Cheftrainer der einzelnen Standorte – Bielefeld, Herford, Gütersloh – den Teilnehmenden Mut für die anstehende Aufgabe gemacht.

„Ihr werdet das alle schaffen“, sagte Grandjean. Auch die Headcoaches Steffi Schmidt aus Bielefeld, Uwe Mohn aus Herford und per Videobotschaft Ingmar Lundström aus Gütersloh waren überzeugt, dass die Teilnehmenden den Lauf am Sonntag, 25.10., in Gütersloh packen. „Ihr hattet bestimmt mal ein Tief oder wart gefrustet, aber in zwei Wochen belohnt ihr euch“, sagte Lundström.

Nette Leute kennengelernt

Aufgrund der Corona-Pandemie hatte sich das beliebte Gesundheitsprogramm der Neuen Westfälischen, der VIACTIV Krankenkasse und den Active Sportshops um zwei Monate verschoben. Bis zu den ersten persönlichen Treffen bei den Lauftreffs Ende Mai hatten die Teilnehmenden lediglich ihre Trainingspläne zur Verfügung. Kontakt zu Trainern konnte hier und da online gehalten werden. Die eigene Disziplin stand im Vordergrund. Für Claudia Scheffler, 59 Jahre, hat sich die Teilnahme an dem Projekt gelohnt. „Für mich war es perfekt, ich bin so aktiv gewesen und war ganz viel draußen.“ Ein Freund habe sie überredet mitzumachen. „Dem muss ich jetzt eigentlich eine Prämie zahlen“, sagte die Bielefelderin.

Dieter Pohl aus Lage hat sich keine Zeit vorgenommen für den Halbmarathon. Er will es schaffen und sieht sich gut vorbereitet. „Dieses Laufen ohne Schnaufen, das war total klasse. Dadurch war man eigentlich nicht überfordert.“ Zudem habe er viele nette Leute kennengelernt, was zusätzlich zur Motivation während des Projektes beigetragen hat, so der 53-Jährige.

Ernährung wichtiger Baustein

Mit einem Rückblick, getreu dem Motto „was bisher geschah“, begann Grandjean den Abend. Erst vor wenigen Wochen hatten die Teilnehmenden mit dem 10-Kilometer-Lauf einen großen Schritt gemacht. Für die kommenden Tage bis zum Halbmarathon (21,1 Kilometer) hatte der Experte, der das Projekt in Bielefeld zum dritten Mal begleitet, wertvolle Tipps parat. Etwa im Hinblick auf die Ernährung. Nun solle etwa der Kohlenhydratspeicher aufgefüllt werden. Auch sei das Trinken von Rote Bete Saft ab einer Woche vor dem Lauf zu empfehlen – dies sei aber kein Muss, was auch wohl auch die Teilnehmenden in der Neuen Schmiede erleichterte. Die Ernährung ist während des halben Jahres Vorbereitung ein wichtiger Baustein.

Laufgefühl erhalten

Bis zum großen Lauf wird die Intensität der Läufe nun verringert, das Training reduziert. So ist das Programm konzipiert und so werden es die Teilnehmenden auch schaffen. Geübt wurde an diesem Abend auch schon die Siegerpose für den Zieleinlauf in Gütersloh. Dann kann auch erst einmal entspannt werden, betonte Grandjean. Für die Zeit danach empfahl er weiterhin Stabilisierungs- und Mobilisierungsübungen – mindestens ein Mal pro Woche – und weiter aktiv zu bleiben: „Lasst das Laufgefühl nicht sterben.“