//Das richtige Training für den Erfolg

Das richtige Training für den Erfolg

Das NW-Gesundheitsprojekt „Lauf geht’s!“ läuft auf Hochtouren. Wolfgang Grandjean, Initiator des Projekts, hat nun in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld noch einmal auf wichtige Aspekte des körperlichen Trainings hingewiesen.

Zu Beginn seines eineinhalbstündigen Vortrags warf der 52-Jährige zunächst einen Blick zurück auf die Ernährungsempfehlungen, die Wolfgang Feil Anfang Mai proklamierte. So rief Grandjean: „Gemüse, Gemüse, Gemüse“. Die Gäste antworteten im Chor: „Salat, Salat, Salat.“ Grandjean betonte aber gleichzeitig noch einmal, dass es sich bei den Ernährungstipps um Empfehlungen handle.

Auf Zwischenmahlzeiten zu verzichten, sich kohlenhydratarm und eiweißreich zu ernähren sowie gesunde Fette wie Nüsse zu sich zu nehmen, bringe viele positive Effekte mit sich. Aber „bleibt normal“, riet er. „Wer nicht genießt, wird ungenießbar“, sagte er. Ilka Richter aus Bielefeld gab zu, es sei schwierig, die Ernährung umzustellen. „Doch es klappt immer besser und man wird sich bewusst, was in Lebensmitteln alles drinsteckt“, sagte die 28-Jährige, der das Projekt „richtig viel Spaß“ macht.

Dann brachte Grandjean einige Trainingsprinzipien – wie die sogenannte Superkompensation – nahe und gab zu verstehen, dass Regeneration ebenso wichtig sei wie das Training selber. Nach einer Belastung brauche der Körper eine gewisse Zeit, um sich zu erholen. Setze man zu früh einen neuen Reiz, kann das sogar einen negativen Leistungseffekt haben. Auf die Trainingsläufe bezogen: „Wenn euch der Körper sagt, dass ihr aufhören sollt, dann hört auf“, warnte er vor Übermotivation. Er selbst habe mal einen Muskelfaserriss erlitten, weil er den Schmerz in der Wade ignorierte und weiterlief.

Teilnehmerin Nicole Brunemeier-Knies aus Bad Salzuflen fühlte sich angesprochen. „Ich laufe zwar schon etwas länger, aber ich habe die gleichen Fehler gemacht und bin am Anfang immer viel zu schnell gewesen“, sagte die 44-Jährige im Anschluss. „Lauf geht’s!“ führe schrittweise und kontrolliert zur Verbesserung.

Wichtig sei auch, im richtigen Pulsbereich zu laufen. Dieser lasse sich etwa nach der Karvonen-Formel berechnen. Im Bereich von 15 Herzschlägen über und unter des errechneten Wertes sollten die Läufer sich aufhalten. Mit Videos vom richtigen Armschwung, Erklärungen zu Muskelkater und Faszientraining, rundete Grandjean den Abend ab.

Viel Erfahrung: Wolfgang Grandjean erklärt unter anderem, welche Rolle beim Training die Regenation spielt.

2019-06-19T13:42:51+00:00